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Shisha Kohle

Shisha-Kohle


Wenn es um das Thema Shisha Kohle (auch Fachma genannt) geht, muss man zuallererst folgende Einteilung machen: Es gibt selbstzündende Shisha-Kohlen und welche, die sich nicht selbst entzünden.
Die selbstzündende Shisha-Kohle ist eher für Anfänger geeignet, welche sich noch nicht so sehr mit der Materie beschäftigt haben. Die Kohle, welche sich nicht von selbst entzündet (Naturkohle) wird eher von fortgeschrittenen Shisha-Rauchern benutzt. Früher oder später steigen die meisten Shisha-Raucher auf die Naturkohlen um, da diese eine Menge Vorteile gegenüber den Selbstzündern liefern. Selbstzündende Kohle ist meistens in einer runden, gepressten Form erhältlich. Es gibt sie in verschiedenen Größen (33mm und 40mm, es gibt auch noch andere Größen, allerdings sind diese beiden die meist benutzten).
Die Selbstzünder-Kohle entzündet sich, wie es der Name schon verrät „von selber“. Es reicht, ein paar Sekunden ein Feuerzeug oder einen anderen Gegenstand, welcher eine Flamme besitzt an die Kohle zu halten. Durch die enthaltenden Chemikalien (Schwarzpulver etc.) entzündet sich die Kohle nun selbst. Man sollte die Kohle vor dem Auflegen auf den Kopf komplett durchglühen lassen, da man sonst den Geschmack der Shisha deutlich verfälscht. Die meisten selbstzündenden Kohlen verfälschen den Geschmack allerdings auch in durchgeglühtem Zustand. Es gibt, wie bei allen Waren, auch bei den Selbstzündern verschiedene Hersteller mit großen Qualitätsunterschieden. Die beste und meistbenutzte selbstzündende Kohle ist von der Marke „3 Kings“, oder „3 Könige“ erhältlich und wird in den Niederlanden produziert. Sie glüht am längsten und ist vom Geschmack her am neutralsten. Kohlen, wie die der Hersteller Swift-Lite, sollte man, sofern möglich, vermeiden. Sie besitzen nur eine geringe Brenndauer, sind nicht so leicht anzuzünden, verfälschen den Geschmack enorm und entwickeln beim Anzünden einen recht widerlichen Geruch, welcher einem die Lust aufs Shisharauchen nimmt.
Die Naturkohle, welche man auch zum Shisha rauchen verwenden kann, besteht meistens aus gepressten Kokosnussschalen. Andere Arten der Naturkohle werden aus Oliven- Apfel- oder Orangenbaumholz hergestellt. Die Naturkohle bietet fast ausschließlich Vorteile. Man kann sie problemlos mit einer Säge oder mit Hammer und Meißel in beliebig große Stückchen teilen, um somit die Hitze besser regulieren zu können. Außerdem glüht sie bedeutend länger, erzeugt mehr Hitze, ist (fast) geschmacksneutral und vor allem viel billiger als selbstzündende Kohle. Der einzige Nachteil an den Naturkohlen ist, dass man sie nicht mit einem handelsüblichen Feuerzeug entzünden kann, sondern andere Geräte wie z.B. einen Camping-Kocher, einen Heißluftfön, einen Bunsenbrenner oder ähnliches benötigt. Am besten ist es die Kohle an allen Seiten zum Glühen zu bringen und diese dann in einen „Kohle-Kamin“ zu befördern. Dieser besteht, wenn man einen ganz einfachen Kamin bauen möchte, aus einem Gitter, auf welches man die Kohle legt und einem Rohr, welches möglichst schmal und lang sein sollte. Man stülpt das Rohr einfach über die teilweise glühende Kohle. Dadurch, dass oben aus dem Rohr warme Luft strömt, wird automatisch von unten frische, kalte Luft angesogen, welche der Kohle hilft, besser durchzuglühen (Kamin-Effekt). Man kann auch nachhelfen, frische Luft von unten in die Röhre zu befördern, indem man mit dem Schlauch von unten in das Rohr pustet. Als Rohr eignet sich hervorragend eine leere Haarspraydose, bei welcher man die beiden Enden abtrennt. Dieses Mittel dürfte jedem Haushalt zur Verfügung stehen und ist nicht teuer, erfüllt aber sehr gut seinen Zweck.
Ärgerlich für jeden Shisha-Raucher: Wie aus heiterem Himmel fängt es beim Ziehen an zu kratzen. Auch hier ist die Kohle Grund des Dilemmas, oder anders gesagt die von ihr verursachte Hitze. Doch heißt es jetzt nicht Shisha kaputt, oder zu Ende; neuen Kopf bauen. Es gibt Möglichkeiten direkt etwas dagegen zu tun, aber auch welche die dieses Dilemma von Anfang an zu vermeiden, oder das Risiko auf eine kratzende Runde zu vermeiden. Auf das richtige Setup (Die Art und Weise den Kopf zu bauen, also mit Tabak zu befüllen, Abstand zur Kohle, welcher durch Alu-Schichten, Abstandsringe etc. reguliert wird und Anzahl der Löcher in der Alufolie) kommt es an.
Bei selbstzündenden Kohlen ist dies meistens viel einfacher, als bei Cocochas bzw. anderen Arten von Naturkohlen. Meistens genügt es bei selbstzündender Kohle den Kopf halbvoll bis ca. dreiviertelvoll zu machen und nun 2-4 Lagen Alu über den Kopf zu spannen. Die Anzahl der Alulagen hängt mit der Hitzeempfindlichkeit des jeweils verwendeten Tabaks zusammen. Umso hitzeempfindlicher der Tabak ist, umso mehr Lagen Alu sollte man benutzen, um den Abstand zwischen Kohle und Tabak zu vergrößern. Am besten ist es den kompletten Kopf zu durchlöchern und die selbstzündende Kohle in etwa alle 10min in eine andere Ecke des Kopfes zu schieben, damit auch die Verbrennung bzw. Verdampfung des kompletten Tabaks im Kopfe der Shisha gewährleistet werden kann. Hat man einen Chinesischen Riesenkopf oder einen anderen recht großen Kopf auf seiner Shisha, so empfiehlt es sich des öfteren, einen Teil des Kopfes mit Alufolie abzudecken, da es bei großen Köpfen dazu kommen kann, dass man zu viel Luft durch die große Anzahl an Löchern neben der Kohle mit ansaugt, was dazu führt, dass der Tabak nicht heiß genug wird und somit nicht richtig schmeckt und vor allem qualmt, was den Shisha-Raucher verärgert.
Bei nicht selbstzündenden Kohlen, den sogenannten Naturkohlen ist es mit dem Setup schon ein wenig schwieriger. Die Kohlen erzeugen bedeutend mehr Hitze, als die Selbstzünder und müssen somit einen größeren Abstand zum Tabak haben, damit dieser auf keinen Fall anbrennt. Am besten ist es, den Kopf ca. dreiviertel zu füllen und dann mindestens 4 Lagen Alufolie über den Kopf zu spannen, welche man komplett mit möglichst kleinen Löchern verseht. Dies ist ein sehr einfaches Standardsetup. Man muss nun nur noch die komplett durchgeglühte Naturkohle (in beliebig vielen Stücken; besser zum Hitze regulieren) auf den Kopf legen und schon kann der Spaß beginnen. Allerdings gibt es eine Menge Menschen, welche auf kompliziertere und aufwändigere Setups schwören. Beispielsweise kommt auf die Alufolie, welche man über den Kopf spannt noch ein Abstandsring, welcher wieder mit Alufolie überspannt wird, oder man legt einfach einen Ring/einen Draht oder ähnliches auf den Kopf, damit die Kohle nicht direkt auf de Alufolie aufliegt, was dazu führen kann, dass die Kohle ausgeht. Es ist wichtig, dass die Naturkohle auch von unten Luft abbekommt! Bekommt Naturkohle keine Luft von unten, so kann es leicht passieren, dass sie ausgeht. Sollte es einmal soweit kommen, kann man die Kohle noch umdrehen und hoffen, dass die andere Seite besser ihren Zweck erfüllt bzw. dass sich die ausgegangene Seite wieder entzündet. Ist dies nicht der Fall muss man die Naturkohle erneut entzünden.
Erhältlich ist Shisha Kohle in sehr viele Läden. Die selbstzündende Kohle ist meistens leichter aufzutreiben, als Naturkohle. Selbstzündende Kohlen bekommt man in der Regel an Kiosks (viele Kiosks verkaufen heutzutage auch Shishas, Tabak und natürlich die dazugehörige Shishakohle), in Headshops, in arabischen Läden, welche auch Shishas samt Zubehör verkaufen und natürlich in Online Shops. Einer der wohl bekanntesten Online Shops ist der Laden http://www.shisha-basar.de/, welcher eine große Auswahl an hoch qualitativen Markenartikeln aus den Bereichen Shishas, Tabak, Kohle und weiteres Zubehör führt.
Naturkohlen bekommt man häufig nicht in so vielen Geschäften. Man findet sie beispielsweise auch in arabischen Läden, Headshops und wenn man Glück hat findet man sie auch in Baumärkten oder in ähnlichen Geschäfte, welche die Menschheit mit Grillbedarf versorgen. Dies ist allerdings eher seltener der Fall. Naturkohle beziehen wohl die meisten Leute aus dem Internet, da man sie dort sehr leicht findet im Gegensatz dazu, wenn man sie in Geschäften sucht. Zum Kostenfaktor der beiden Kohlearten muss man sagen, dass Naturkohlen wohl im Preis-/Leistungsverhältnis die Nase vorn haben. Sie bieten mehr Leistung und kosten weniger. Man braucht zwar ein Gerät um die Kohlen entzünden zu können, allerdings ist die Anschaffung eine einmalige Angelegenheit und auch nicht allzu teuer (sprich ca. 10-15€ für einen Campingkocher oder ähnliches). Dazu kommen zwar noch die „Unterhaltskosten“, das Gas womit man den Brenner betreibt, allerdings kostet im Falle Campingkocher eine Kartusche ca. 1€ und hält um gute 30-50 Kohlen damit zu entzünden. 3KG Naturkohle kosten zwischen 5€ und 10€, Preise sind abhängig vom Verkäufer.
Selbstzündende Kohle nimmt sich in den Preisen nicht viel zwischen den einzelnen Marken, allerdings nehmen sie sich in der Qualität eine Menge. Selbstzündende Kohlen kosten in der Regel zwischen 8€ und 15€ pro 100er Karton Kohle, in welchem sich meist 10 Rollen á 10 Kohlen befinden. Hochgerechnet kommt man mit der qualitativ höheren Naturkohle mit dem Preis besser weg!
Alles in allem ist zu sagen, dass man mit Naturkohle wesentlich besser bedient ist, als mit selbstzündender Shisha-Kohle. Man braucht nur ein wenig mehr Erfahrung um die Kohle richtig zu handhaben!

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